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Presse
30. November 2008 | Region Leoben | Leoben | Seite 79
Seit 77 Jahren alles nur Theater
Die Obersteirische Volksbühne
St. Michael existiert bereits seit 77 Jahren und sorgt mit schwungvollen Inszenierungen für Furore.
Die Obersteirische Volksbühne St. Michael, die aus 16 Laienschauspielern und eben so vielen Vereinsmitarbeitern besteht, hat sich über die obersteirischen Grenzen hinaus einen Namen gemacht: Seit Jahrzehnten gelingt es mit Erfolg, die Freude am Theaterspielen ans Publikum weiterzugeben. „Die Obersteirische Volksbühne wurde ursprünglich 1931 gegründet. Zwischendurch war der Spielbetrieb eingestellt, der Verein exisitierte aber stets weiter. 1976 wurde nach 13-jähriger Pause vom damaligen Obmann Franz Hammerl und jungen begeisterten Theaterspielern der Spielbetrieb mit vollem Elan wieder aufgenommen“, erzählt Alois Ebner, jetziger Obmann. Obwohl man damals befürchtete, das Fernsehen hätte das ländliche Theater verdrängt, gelang ein erfolgreicher Anfang.
Zwei Produktionen
Seit damals wird von den Mitgliedern, die großteils aus St. Michael und Leoben stammen, jährlich an zwei Produktionen, die im April und November aufgeführt werden, gearbeitet. Das Repertoire reicht von traditionsreichen, heiter besinnlichen Volksstücken bis zum anspruchsvollen Salontheater. Als Spiel- und Probenstätte dient der Obersteirischen Volksbühne seit 1982 das Volkshaus St. Michael. „Bis dahin haben wir im Fuhrhof gespielt“, erinnert sich Ebner. Als Regisseur der Obersteirischen Volksbühne fungiert seit 31 Jahren Gottfried Kapfer, stellvertretende Regisseuse ist Andrea Hoffelner. Sämtliche Bühnenbilder und Kulissen werden von den Mitgliedern der Volksbühne, zu denen auch St. Michaels Bürgermeister Heinz Jungwirth gehört, selbst gestaltet, neues Zubehör für Bühnenbilder finde man immer auf Flohmärkten. Was die Theatergruppe auszeichne, sei der gute Zusammenhalt der 32 Mitglieder. ASTRID HÖBENREICH