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Wohin mit einer Leiche, die möglichst schnell und unauffällig verschwinden soll? Vor diesem Problem steht die erst kurz verheiratete Jutta Mahler, die beim ersten Ehekrach ihren Mann, den Nichtstuer Fred, der es nur auf ihr Vermögen abgesehen hat, mit einer Weinflasche niederschlägt und ihn für tot hält. In ihrer begreiflichen Aufregung versteckt sie ihn erst einmal unter dem Sofa und bittet ihre Mutter telefonisch um Hilfe. Doch die Schwierigkeiten beginnen erst; wildfremde Menschen läuten an der Wohnungstür und wollen Fred Mahler sprechen: eine Frau, die vorgibt, Fred schon sehr lange zu kennen, fordert Geld, ein angeblicher Freund, der ein seltsames Interesse an Jutta zeigt, will ihn sprechen und auch die Polizei, der ein Mord gemeldet wurde.
Doch auch sie kann nichts Verdächtiges finden, denn plötzlich ist die Leiche verschwunden. Dafür tauchen ein Erpresserbrief auf, in dem 100.000 Euro gefordert werden und eine Kriminalkommissarin samt ihrem trotteligen Assistenten, die sich äußerst merkwürdig benehmen.
Die Kunst hält Einzug bei der Obersteirischen Volksbühne St. Michael!
So oder so ähnlich könnte eine Schlagzeile lauten. War doch bei dieser Produktion eine geballte Ladung Kunst auf der Bühne.
Mit Irene Köck war die Hauptrolle mit einer Laiendarstellerin besetzt, die zuletzt mit der Grand-Dame des österreichischen Films Christiane Hörbiger, beim Dreh zum Besuch der Alten Dame vor der Kamera stand. Toni Steger stellte einen Teil seiner Bilder für das Bühnenbild zur Verfügung. Und als Höhepunkt besuchte uns am Sonntag den 16. November 2008 das Rosenmädchen. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich Gerlinde Zickler, die Tochter eines Mitgliedes unserer Bühne aus der Gründerzeit. Er hieß Arnold Perdacher und lebte bis zu seinem Tod in Niederösterreich. Nun aber zu Gerlinde Zickler von der manche Kunstkritiker ihre Kunst mit der von Egon Schiele vergleichen. Vielleicht ein Zufall. Tatsache ist aber, dass sowohl ihre als auch Schieles Heimat die Rosenstadt Tulln ist. Gerlinde Zickler ist aber nicht nur eine besondere Künstlerin.
Sie ist auch ein besonderer Mensch. Von Jugend an schwerst körperbehindert, hat die gebürtige Tirolerin ihre Behinderung nicht nur glänzend gemeistert, sie hat mit ihrer positiven Einstellung volle Erfüllung im Leben gefunden. Erfolgreich im Berufsleben, hat sie nicht nur einen idealen Lebenspartner gefunden, sie ist auch Mutter einer völlig gesunden Tochter und stolze Großmutter. Sie leitet auch den Verein ,,Miteinander Leben'' der die Integration geistig und körperlich mehrfach behinderter Menschen zum Ziel hat. Unter anderen Projekten kommt auch der Reinerlös ihres Buches ,,Das Rosenmädchen'' diesem Verein, der jetzt ein Behindertenwohnheim in Tulln initiert hat zugute.
Alles über ,,Das Rosenmädchen'' unter: www.rosenmaedchen.at
Gerlinde Zickler (vorne Mitte) und ihr Mann Hans (links hinten) im Kreise der Obersteirischen Volksbühne, Besetzung der letzten Produktion und der Obmann Alois Ebner (rechts hinten)
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